Viele Planungen und viel Straßenbau

Der Morbacher Haupt- und Finanzausschuss hat die Prioritätenlisten der Gemeinde für 2018 beraten.

Wohl wird, was sorgfältig vorbereitet wird. So jedenfalls in der Einheitsgemeinde Morbach. Denn vor den Haushaltsberatungen, die gegen Ende des Jahres anstehen, schlagen die Verwaltung und die Mitglieder der Ortsbeiräte Projekte vor, die in zwei Prioritätenlisten zusammenfasst werden.
 In einer Liste stehen die gewünschten Investitionen für 2018, in der anderen die Unterhaltungsmaßnahmen. Die Projekte werden dann abgearbeitet, so weit im Haushalt Geld zur Verfügung steht. Bei der jüngsten Sitzung des Morbacher Haupt- und Finanzausschusses hat Bürgermeister Andreas Hackethal die Prioritätenlisten für 2018 vorgestellt. Bei einem Blick auf die Liste mit den Investitionen fällt auf, dass zahlreiche Planungsleistungen vorgesehen sind. Auf den vorderen zehn Positionen werden sechs Planungen für Projekte aufgeführt, auf den darauffolgenden zehn Positionen weitere fünf. Darunter befinden sich die Planungen für den Ausbau mehrerer Gemeindestraßen, etwa der Morbacher Biergasse und Zum Sportplatz in Hoxel.

Konkrete Projekte, die in den Haushalt 2018 aufgenommen werden und im kommenden Jahr umgesetzt werden könnten, sind Arbeiten am Brandschutz in der Grundschule Morscheid, die Erschließung des Gewerbegebietes Hinter Kreuz in Gonzerath, die energetische Sanierung der Turnhalle an der Morbacher Grundschule und der Abriss von Häusern in Hinzerath und Wenigerath. Die Ausschussmitglieder haben beschlossen, dass diese Liste dem Morbacher Gemeinderat zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden soll und sind damit dem Vorschlag der Verwaltung ohne Änderungsvorschläge gefolgt.
 Auch, wenn es den Ausschussmitgliedern nicht leicht gefallen ist, wegen fehlender Zahlen ein Gefühl für die einzelnen Projekte zu erhalten, wie Ausschussmitglied Thomas Jakobs kritisiert. "Ich kann keine Hausnummer über den Daumen peilen", entgegnet der Bürgermeister. Kosten könne er erst nach erfolgter Planung nennen.

Uwe Andretta von Bündnis 90/Die Grünen vermisst die Punkte Radwegekonzept und Hunsrückbahn auf der Liste. Hackethal entgegnet, dass die Gemeinde dort, wo es sich anbietet, das Radwegenetz weiterentwickelt. Das Thema Hunsrückbahn lehnt er für Morbach ab: "Es ist nicht Aufgabe einer Gemeinde, eine Bahnlinie mit Brücken und Tunnels zu unterhalten", sagt der Bürgermeister.

Kritik hat es gleich mehrfach am Land gegeben. So moniert der Beigeordnete Achim Zender, dass sich seit Jahren nichts an der "unsäglichen Geschichte" Hunsrückbahn tut: "Egal, wie man sie nutzt, da muss was geschehen", spielt er auf die Diskussion an, ob die Gleise für eine touristische Bahn genutzt oder zum Radweg umgebaut werden soll. Jürgen Jakobs von der CDU moniert, dass das Land den Kommunen immer mehr Lasten aufbürdet. Jakobs: "Wir müssen uns kräftig dagegen wehren, abgehangen zu werden. Wir dürfen uns unseren Lebensraum nicht kaputt machen lassen."

30. August 2017

Von: Gemeindeverwaltung Morbach, Christoph Strouvelle

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