Hinzerath

Weltgeschichte am »Stumpfen Turm«

JohanniskircheDorfplatzHausansichtHolzskulpturenGartenkunstOrt der EntspannungJohanniskircheHinzerath aus der Luft

Im Wappen findet sich im Schildfuß ein grüner Dreiberg, darüber auf grünem Grund eine schwarze, runde Turm-Ruine mit ausgebrochener Mauer. Der Dreiberg im Fuß symbolisiert die Höhenzüge des Hunsrücks, der Turm ist der sogenannte »Stumpfe Turm«, ein Wahrzeichen der Gemeinde.

Nördlich des Idarwaldes, am Rande des Naturparks-Saar-Hunsrück, liegt  Hinzerath. 1315 urkundlich im Weistum des Erzbischofs erwähnt wird der Ort damals noch »Huntzerait« genannt. 1519 findet sich der Name »Hentzeraidt« in den Urkunden. Heute hat Hinzerath rund 430 Einwohner und ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch den Naturpark-Saar-Hunsrück.

Der »Stumpfe Turm«, in Sichtweite der Burgruine Baldenau, direkt an der Hunsrückhöhenstraße gelegen, diente über Jahrhunderte als Wach- und Meldeturm für die im Tal gelegene Burg. Von hier aus konnten nahende Gefahren früh erkannt und an die Burg gemeldet werden. Die Baumaterialien des Turmes lassen darauf schließen, dass er etwa zur selben Zeit wie die Burg Baldenau – also zu Beginn des 14. Jhdt. – erbaut wurde. Der Turm hat etwa einen Durchmesser von sechs Metern und ist rund zehn Meter hoch. Die Burg Baldenau ist vermutlich die einzige Wasserburg im Hunsrück und speist ihren Wassergraben aus der Dhron.

Hinzerath hat außerdem seinen ganz eigenen, kleinen Platz in der Weltgeschichte. Nur wenige Monate vor seiner Kaiserkrönung hielt Napoleon im Jahr 1804 eine Truppenparade am »Stumpfen Turm« ab und empfing die Pfarrer der Umgebung, um sich über die religiösen Verhältnisse in der Region zu informieren.

Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Hinzerath
Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Hinzerath

Ortsvorsteher

Moseler Hermann (SPD)
Hinzerath
Hochscheider Gasse 15
54497 Morbach
Tel.: 06533/5874