Wilhelm Terwei

Terwei, Markt 1906Terwei, Morbach um 1930

Am 10. Dezember 1875 wurde Wilhelm Terwei in Letmathe bei Iserlohn (Westfalen) geboren. 1901 führte ihn die Kunst zur Bildhauerei Johann Mettler nach Morbach. Gemeinsam mit seinem Vetter Hermann Humpert hat er sich bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges als Kirchenmaler einen Namen gemacht. Terwei war nach seiner Heirat und dem Hausbau mit Atelier in der Morbacher Bahnhofstraße mit dem Ort tief verwurzelt. Nun drängte es ihn zum freien Schaffen und der Landschaftsmalerei. Zu seinen Lieblingsmotiven zählten neben einheimischen Motiven, wie beispielsweise der Ort Rapperath mit seinen zahlreichen Brücken über die Dhron, das malerische Ensemble der Heinzerather Kapelle mit den Kirchhofslinden, Orts und die Burgruine Baldenau auch Motive von der Mosel, die er vor allem um die Gegend von Bernkastel-Kues und Graach gemalt hat. Er fertigte aber zudem noch zahlreiche Portraits von Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Gemälde vom Bau der Hunsrückhöhenstraße.

Bis zu seinem Tode am 11. Juni 1946 sind eine Fülle von Arbeiten entstanden. Rund 700 Gemälde, hauptsächlich in Öl, dazu Plastiken und viele Zeichnungen und Skizzen umfasst sein Lebenswerk. Noch heute hängt in mancher guten Stube der Morbacher Gegend oder in den Winzerhäusern an der Mosel ein Bild von ihm.

Wilhelm Terwei war von seiner Art her ein sehr bescheidener Mensch. Am wichtigsten war ihm zeitlebens seine Malerei. Mit seinem charakteristischen Strohhut auf dem Kopf und der Staffelei am Fahrrad sah man ihn oft durch die Gemeinde radeln. Von früh morgens bis spät abends saß er ganz versunken vor seiner Leinwand und versuchte mit viel Gespür und dezenten Farben, das was er sah und vor allem wie er es sah zu malen. Er zählt heute zu den bedeutendsten Malern seiner Zeit in der des Hunsrück-, Hochwald- und Mittelmoselraumes.

Das „Haus Terwei“ ist heute noch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus zu finden.

 

Weitere Informationen

www.terwei.de