Weihnachtsmarkt beginnt im Hüttendorf

Angestrahlte Häuser in leuchtenden Farben. 16 kleine Holzhütten bilden ein Dorf im Dorf.

Riesige Fotos, wie es in der guten alten Zeit mal hier ausgesehen hat und welche Menschen hier lebten. So beginnt der Morbacher Weihnachtsmarkt seit dem Jahr 2000, immer einen Tag bevor der große "Schwänzchesmarkt" mit vielen ambulanten Händlern seine Pforten öffnet.

Benannt ist der Schwänzchesmarkt nach einem Schabernack, bei dem Marktbesucher unbemerkt Schweineschwänze angeheftet bekamen. "Wir beginnen hier die Weihnachtszeit ganz idyllisch", erklärt die Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins Morbach (GuVM) Ina Mertiny-Dombrowski, was der Musikverein Morbach unter der Leitung von Gottfried Zorn mit weihnachtlichen Klängen bestätigt. Niemand soll weit fahren und dann noch einen Parkplatz suchen müssen.

"Wir wollen uns ja nicht mit den überregionalen Märkten messen, sondern einen Ort bieten, an dem sich Freunde treffen und man gemütlich mit der Familie den Abend verbringt." Hier gehe es am ersten Abend eher um den feierlichen Aspekt als ums Kaufen und Handeln.

"Raus aus dem Weihnachtsstress ohne Parkplatznot", fasst die Vorsitzende zusammen, aber nicht ohne auf den Weihnachtsmann aufmerksam zu machen, der nicht nur den Markt besucht, sondern auch das Altenheim St. Anna.

Außerdem hat sich die Morbacher Formation Coleslaw als Live-Band auf dem Schwänzchesmarkt vorgestellt. "Wir haben es für diesen Markt eigens schneien lassen", verkündet Bürgermeister Andreas Hackethal einen "besonderen Service" der Gemeinde. Er dankte für die große Mühe, die sich der Gewerbeverein in jedem Jahr mit dem Markt gibt.

Und immer kann was Gutes getan werden. So etwa bei Ortsvorsteher Georg Schuh im Stand des Sportvereins Morbach: "Der Erlös fließt in unsere Jugendarbeit." Mit Kunsthandwerk, Holzschnitzereien und sogar Goldschmiedearbeiten war auch dieser Hüttenmarkt gut bestückt.

Die Messdiener nutzen den Erlös für ihre Aktivitäten im Jahr und der Förderverein der Integrierten Gesamtschule weiß, wie die Besucher zu locken sind. "Diese Marmelade hat unsere Schülerfirma hergestellt", sagt IGS-Leiter Stefan Philippi mit Stolz.

Die Plätzchen, die von der Schulelternvertretung angeboten wurden, kamen von den heimischen Backblechen der Eltern. "Das machen wir seit sieben Jahren so. Jedes Mal kommen rund 600 Euro zusammen", sagt Diana Bauer.

Mal werden neue Bücher für die Bibliothek angeschafft, mal Skaterbänke aufgestellt oder das Mobiliar der Aula ergänzt. Immer ergeben sich aus dem Weihnachtsmarkt bleibende Werte.

Foto: Herbert Thormeyer

Foto: Herbert Thormeyer

04. Dezember 2017

Von: Trierischer Volksfreund, Herbert Thormeyer

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