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Natur

Entspannung am NixenweiherBlack Beauty und seine FreundeFreude an der NaturWandern im Ortelsbruch

Naturpark „Saar-Hunsrück“

Das Gemeindegebiet, das zum Naturpark „Saar-Hunsrück“ und zum Landschaftsschutzgebiet „Haardtkopf“ gehört, ist aufgrund seiner natürlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen bestens für den Fremdenverkehr geeignet.

Mittelgebirgshochmoor/ „Hangbrücher“

Typisch für den Hunsrück sind die Mittelgebirgshangmoore (hier „Hangbrücher“ genannt), die sich, beginnend bei 700 m ü. NN an unterschiedenen Standorten, ca. 1,5 km hangabwärts ziehen. Ein solches Hangbruch ist der Ortelsbruch, südlich der Ortslage von Morbach gelegen.

Dieser gesamte Bruchbereich wurde als „Erholungswald Ortelsbruch“ mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen ausgebaut. Zwei Grillhütten und eine Waldlehrhütte mit Toilettenanlage, ein gut ausgebauter Waldkinderspielplatz, der Nixenweiher mit Wassertretbecken und ein Waldsportpfad sorgen für allerlei Möglichkeiten. Dazu kommt ein umfangreicher und sehr informativer Wald- und Naturlehrpfad, bei dem 63 Baum- und Straucharten in natura zu sehen und auf den zugeordneten Bildtafeln anschaulich beschrieben sind.

Einem Lehrpfad gleich ist auch der neu eingerichtete „Weg durchs Bruch“. Der mit etlichen Informationstafeln ausgestattete Weg führt über Holzstege durch zwei Moorbereiche.

Der Aufbau des Moores braucht Zeit: Hunderte von Jahren vergehen bis aus Milliarden einzelner Toorfmoos-Pflänzchen wenige Zentimeter Torf geworden sind. In einigen Hunsrückmooren haben sich bis zu 2 m mächtige Torfkörper aufgebaut. Typische Pflanzenstrukturen kennzeichnen die Brücher. 60 verschiedene Moosarten, darunter 25 Torfmoosarten, sind den Fachleuten bekannt. Die Moosbeere zeigt sich mit leuchtend roten Beeren im Spätherbst und Winter. Ein Ernährungskünstler im Moor ist der Sonnentau. Diese Pflanze verspeist die Insekten und deckt somit ihren Eiweiß- und Stickstoffbedarf, der im nährstoffarmen Moor nicht zu finden ist. Die Drüsenhaare, deren Sekret an den Blättern glitzernden Tautropfen gleichen, locken die Insekten als vermeintliche Nektarquelle an. Diese bleiben dann am Sekret kleben und werden als Nahrung aufgelöst. Eine weitere Pflanze, die nur in Mooren und Feuchtwiesen überleben kann, ist das „scheidige Wollgras“, das im August abfällt, wenn die weißwolligen Fruchtstände weithin zu sehen sind.

Fauna

Gleichfalls interessant ist auch die Fauna wie der Moosbeeren Scheckenfalter, eine Schmetterlingsart, die nur noch in vier Regionen von Rheinland-Pfalz vorkommt. Libellen, wie „Kleine Moosjungfer“ und die „Arktische Smaragdlibelle“, beleben insbesondere von Juni bis August die Moorbereiche. Kaum zu sehen und dennoch vorhanden ist die Bechsteinfledermaus, die mit einer Spannweite von 25 cm ungefähr der Größe einer Schwalbe entspricht. Über zehn Heuschreckenarten ergänzen die relativ arme und dennoch interessante Besiedlung.