St. Cuno-Kapelle

Kapelle St. Cuno
Kapelle St. Cuno

Die St. Cuno-Kapelle beim Friedhof in Morscheid-Riedenburg ist der übrig gebliebene Chor einer einstmals großen Kirche für die Dörfer der Umgebung (sie soll etwa 1.500 Gläubigen stehend Platz geboten haben) .

Zur Entstehung des jetzt noch vorhandenen gotischen Juwels ist die folgende Geschichte überliefert:
Anno, der mächtige Bischof von Köln, Vormund und Berater des jungen Kaisers Heinrich IV., hatte es erreicht, seinem Neffen Cuno von Pfullingen den Bischofssitz in Trier zu verschaffen. Aber der Klerus und das Trierer Volk widersetzten sich der Einmischung des Kölner Bischofs und des Kaisers.

Als Cuno auf dem Weg nach Trier war, um dort sein Amt anzutreten, wurde er am 18. Mai 1066 bei Bitburg vom Trierischen Stadtvogt Theoderich überfallen und gefangen genommen. Er wurde nach Ürzig verschleppt. Dort sollen ihn der Überlieferung nach am 1. Juni Henkersknechte dreimal vom Felsen gestürzt und ihn anschließend mit dem Schwert erschlagen haben.

Um Cuno eine würdige Ruhestätte zu geben, ließ Bischof Theoderich von Verdun (ein Günstling Annos) die sterblichen Überreste von Ürzig nach Lorscheid (Loncscet) überführen und später in einem Grabgewölbe der Klosterkirche der Abtei Tholey bestatten. Auf dem Weg nach Lorscheid blieb der Ochsenkarren in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 1066 an der Stelle der heutigen Cuno-Kapelle stehen. Es soll auch ein Heilungswunder geschehen sein.

Zum Andenken an dieses Ereignis ließ Bischof Theoderich von Verdun eine kleine Kapelle errichten. Im 14. Jahrhundert wurde wohl unter dem Trierer Bischof Kuno von Falkenstein eine größere Kirche erbaut. Das Kirchenschiff wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Heute steht nur noch der Chorraum – die St. Cuno Kapelle, die heute als Friedhofskapelle genutzt wird.

Lage, Anfahrt und Umgebung

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