Morbacher Frühling zieht bei Kaiserwetter rund 5000 Menschen an

"Wir hatten beim Morbacher Frühling auch schon mal Schneegestöber und Sturm", erzählt Klaus Gauer-Kneppel vom Vorstand des Gewerbe- und Verkehrsvereins Morbach und freut sich gleichzeitig über das Kaiserwetter am Sonntag. Er schätzt die Besucherzahl über den Tag verteilt auf gut 5000.

Schon lange bevor die Geschäftsleute um 13 Uhr ihre Türen aufschließen, sind Besucher gekommen - auch wenn es nur darum geht, die warme Frühlingssonne zu genießen.

Beim Rundgang sind viele junge Familien mit Kind und manchmal auch mit Hund zu sehen. In der Bahnhofstraße gibt es gleich was zu schmökern, denn auffallend viele historische Bücher und auch ältere Schallplatten werden da angeboten.

Eine Händlerin ist Elisabeth Kretzer. Sie geht selbst auf Flohmärkte, kauft und verkauft die Schätzchen dann wieder beim Morbacher Frühling. Im Schatten von St. Anna gibt es sogar historische Gebetbücher.

Barbara Graudeck aus Haag ist immer auf der Suche nach historischen Medizinbüchern, und bei Elisabeth Kretzer wird sie fündig. "So was ist unheimlich selten", freut sie sich.

Lange Schlangen gibt es überall, wo es etwas Leckeres zu essen gibt, oder wo aufgrund der Witterung Speiseeis lockt. Die Kinder freuen sich wieder über ihr Karussell und das Torwandschießen. Auf dem Platz Pont sur Yonne wird es als Spektakel aufgezogen. Moderator Matthias Falk lockt mit 10 000 Euro für denjenigen, der dreimal unten und dreimal oben mit dem Ball trifft. "Es geht, das haben wir schon mal gehabt", sichert er allen zu, die es probieren.

Einer von rund 200 Besuchern, die es den Profis mal zeigen wollen, ist Edwin Hoffmann aus Trittenheim. "Endlich gibt es in Morbach mal was spontan zu gewinnen, ohne dass man einen Teilnahmeschein ausfüllen und auf eine Ziehung warten muss", argumentiert er.

Sechsmal getroffen hat er aber auch nicht. Bis 16 Uhr gibt es keinen Hauptgewinner.

Wie touristisch Morbach geprägt ist, zeigt in jedem Jahr die Werbung für Wohnmobilurlaub. Ausstellerin Christiane Mart sagt: "Es gibt viel Zulauf. Deshalb kommen wir immer wieder."

Und der Kundenkreis wird immer größer- auch von der Entfernung her, aus der die Leute nach Morbach kommen.

Erleichterung herrscht bei den Anbietern von Kaffee und Kuchen im Katholischen Pfarrheim. Da jetzt, nicht wie beim Morbacher Herbst, wieder Stände davor aufgebaut sind, kommt auch wieder der Umsatz. "Der Erlös ist für neue Bücher und die Messdienerkasse für Freizeitaktionen", freut sich Büchereileiterin Annette Becher.

Foto: Herbert Thormeyer

Foto: Herbert Thormeyer

10. April 2017

Von: Trierischer Volksfreund, Herbert Thormeyer

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