Ausflugstipp fürs Wochenende: Hunsrücker Holzmuseum

Seit April diesen Jahres wird im Museum eine neue Sonderausstellung gezeigt: IANUA - Türen öffnen Welten.

Nach dem "Kleinen Prinzen" hat man diesmal wieder ein regional verwurzeltes Thema gewählt. "Türen öffnen Welten"...oder schlagen zu. Oder man setzt jemanden vor die Tür.

Bei näherer Beschäftigung mit der Tür merkt man schnell, das die Tür in vielen Lebensbereichen und Redewendungen eine Rolle spielt. Schon vor Jahren hatte der Museumsleiter, Michael Pinter die Idee zu dieser Ausstellung. Annette Eiden-Schuh, Architektin und Vorsitzende des Hunsrückvereins, hat sich der "Idee" angenommen und die Sonderausstellung konzipiert.

Für jeden Besucher ist etwas dabei: erstmalig wird die Hausgeschichte des Wohn- und Geschäftshauses (heute "Hochwald-Café" in Morbach), das einst M. Weyand-Nendig 1926 erbaut hat, zu lesen sein. Eine der drei Türen ist zu sehen. Hinter dieser eröffnete Robert Reitz seinen ersten Uhrenladen, bevor er in die Biergasse umzog.

Die reichhaltig mit Lilien verzierte Haustür des Waltich-Hauses aus Weiperath, ist nach Abriß des Hauses 1990 erstmals wieder zu betrachten. Dies gilt auch für die ehemalige Eingangstür der "Alten Post" aus Morbach. Die Haustür des "Kostisch"-Hauses aus Gutenthal ist zu bewundern, ebenso wie zwei selten gewordene Exemplare von "Klöntüren". Diese Türen sind zweiflügelig und quergeteilt. Zusätzlich erschließt sich dem Besucher die Bedeutung der Motive auf den Türblättern.

Optischer Höhepunkt ist das großformatige Fresko aus der Kirche von Heiligenbösch, das so nie zu sehen ist. An der Darstellung des Jüngsten Gerichtes ist kunsthistorisch und theologisch die Hölle mit ihrem Tor zum Höllenschlund der interessante Teil. Es wird ergänzt durch die ehemalige Sakristeitür der Walholzkirche. Der Künstler Ernst Alt ist in Merschbach aufgewachsen. Er hat u.a. 1986 an der Basilika St. Johann in Saarbrücken das große Bronzeportal gestaltet. Der Türgriff (Das Original-Gipsmodell ist im Museum zu bewundern) zeigt den römischen Gott des Ein- und Ausgangs, Janus. Dessen Name gehört zur Wortfamilie "IANUA". Das lateinische Wort bedeutet "Tür". Der Monat Januar leitet sich ebenfalls daraus ab.

Zudem ist jeder Ortsbezirk von Morbach mit einem Foto vertreten. Es lohnt sich also, diese ungewöhnliche und einzigartige Schau unbedingt zu besuchen!

Foto: Hunsrücker Holzmuseum

Foto: Hunsrücker Holzmuseum

23. Juni 2017


Ansprechpartner

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54497 Morbach
Tel.: 06533/71-0
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Urlaubs- und Gästemagazin 2017/2018

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