Sie setzen alles auf eine Karte

Die Tourist-Infos der Region stellen den ersten zusammenhängenden Wanderplan für den Ausoniusweg von Bingen nach Trier vor. Auch für Jakobsweg-Pilger ist er sehr nützlich.

130 Kilometer Strecke, schöne und abwechslungsreiche Mittelgebirgs-Landschaften, viel Geschichte und ein Schuss Spiritualität: All diese Elemente zeichnen den Ausonius-Weg aus, der auch ein Teilstück des weltberühmten Jakobswegs ist. Jeder, der sich östlich von Trier auf den Pilgerweg macht, läuft daher auch über den Ausoniusweg, der in Bingen beginnt.

Dieser Fernwanderweg wurde bereits in den 1980er Jahren angelegt. Benannt ist er nach dem römischen Dichter Ausonius, der in dem Gedicht „Mosella“ im Jahr 371 eine Reise von Bingen durch den Hunsrück bis nach Trier schildert. Im derzeitigen Wandertrend ist der Weg durchaus eine touristische Attraktion.

Aber etwas ganz Entscheidendes hat bisher gefehlt: Eine zusammenhängende Karte. „Wir hatten nie etwas an der Hand, wenn Touristen sich nach diesem Weg erkundigten,“ klagt Franziska Fleckser, Chefin der Tourist-Info in Morbach. Um den Weg zu finden, mussten sich Wanderer bisher immer mehrere Karten zusammenkaufen. „Man kann den Weg natürlich mit GPS wandern, aber viele Leute wollen einfach eine handfeste Karte haben. Manche Jakobspilger verzichten auch auf das Handy, um zur Ruhe zu kommen und sich nicht ablenken zu lassen. Die brauchen auch eine Karte aus Papier“, sagt Fleckser.

Und so taten sich 14 Tourist-Infos (TI) zusammen, um erstmals eine eigene Karte für den Ausoniusweg zu entwerfen. Dazu zählten die TIs von Trier, Morbach, Ruwer, Thalfang, Bernkastel-Kues, Bingen oder etwa Simmern. Tamara Auler von der Tourist-Info in Kirchberg hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kompass-Verlag betreut. „Wir haben 3000 Karten gedruckt, die nun an die einzelnen Tourist-Informationen verteilt werden. Der Weg soll jetzt stärker vermarktet werden, auch weil er in Zusammenhang mit dem Jakobsweg steht. Früher brauchte man dafür zehn Karten. Nun ist alles kompakt auf einer Karte,“ erklärt sie bei der Präsentation der Karte am historischen Römerturm in Dill bei Sohren (Verbandsgemeinde Kirchberg). Auler musste dazu gemeinsam mit ihrer Kollegin Petra Georg-Prochnow (TI Simmern) bei den Kollegen nicht allzu lange Überzeugungsarbeit leisten, denn die Nachfrage hatte sich in den vergangenen Jahren erhöht. „Vor allem hatten wir viele Nachfragen von Jakobsweg-Pilgern“, sagt Auler.

Die Karte ist als 2,80 Meter breiter Faltplan gestaltet, aus dem man sich die jeweils aktuelle Etappe herausfalten kann. Sie zeigt den kompletten Weg von Bingen bis Trier, inklusive der Moselroute nach Neumagen-Dhron, die einer alten Römerstraße folgt. Neben dem Wegelauf beinhaltet die Karte Stadtpläne, Infos zu Sehenswürdigkeiten, ein Übernachtungsverzeichnis und Einkehrmöglichkeiten. Die wetterfeste Karte wird ab dieser Woche in den Tourist-Infos der Region für 7,99 Euro angeboten.

Foto: Hans-Peter Linz

Foto: Hans-Peter Linz

07. Juli 2017

Von: Trierischer Volksfreund, Hans-Peter Linz

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