Tourismus im Hunsrück-Hochwald: 27 Betriebe werden zu Nationalpark-Partnern

27 Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie können sich jetzt Partner des Nationalparks nennen. Voraussetzung dafür sind feste Kriterien.

Hotels, Cafés, Restaurants, Betreiber von Ferienwohnungen, sie alle wollen vom Nationalpark Hunsrück-Hochwald profitieren. Damit Gäste und Touristen auch Gastgeber finden, die einen gewissen Standard einhalten, hat das Nationalparkamt in der Europäischen Akademie Otzenhausen in Nonnweiler jetzt 27 Betriebe als Nationalpark-Partner ausgezeichnet, davon 19 aus Rheinland-Pfalz.

"Das ist eine besondere Auszeichnung", sagt die Saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Es sei dafür mehr als ein Antrag nötig. Sondern es soll bei den Betrieben ein Prozess installiert werden, der mit hohen Qualitätsstandards verbunden ist, sagt sie.

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken hält die Partnerinitiative für wichtig. Denn der Nationalpark soll neue Perspektiven in den ländlichen Raum bringen. "Die bisherige Randlage wird zur Gunstlage", sagt sie. "Der Nationalpark ist in der Wirtschaft angekommen." Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe böten den Gästen ein vielfältiges Angebot mit einem Mix aus Erholung und Bildung, der den Zeitgeist treffe, sagt Höfken.

Doch welche Kriterien müssen die Betriebe erfüllen, um sich mit der Auszeichnung schmücken zu dürfen? Zum einen müssen sie die Kriterien für das Zertifikat Servicequalität Q erfüllen, sagt Birgit Grauvogel, Vorsitzende des Vergaberats. Des Weiteren müssen sie Kriterien zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz erfüllen. Dazu müssen sie der Philosophie des Nationalparks positiv gegenüberstehen und diese auch kommunizieren, beispielsweise ihre Gäste auf angebotene Rangertouren hinweisen. Weiterhin müssen sie einer der regionalen Initiativen wie Ebbes von Hei!, SooNahe, Kulani oder Genussregion Saarland angehören und ein Nachhaltigkeitszertifikat erwerben und damit nachweisen, dass sie ressourcensparend arbeiten, sagt Grauvogel.

Den regionalen Betrieben, die jetzt als Nationalpark-Partner ausgezeichnet worden sind, haben diese Anforderungen offenbar keinerlei Probleme bereitet. "Wir haben nicht viel ändern müssen, wir sind bereits mit dem Ökozertifikat Green Key ausgezeichnet", sagt Lieselotte Wegner, General Managerin von Landal Hochwald in Kell am See. Lediglich Mitarbeiterschulungen für Servicequalität Q habe man anberaumen müssen, um dieses Kriterium nachweisen zu können. "Wir hatten schon viel im Vorfeld gemacht", sagt sie, beispielsweise Möglichkeiten zum Energiesparen umgesetzt, angefangen von Sparlampen bis hin zum Bezug von zertifiziertem grünen Strom. Zudem biete man bereits regionale Gerichte mit Zutaten von Ebbes von Hei! an.

Raphael Ioppo von Rosenhill B&B in Thalfang, der zwei Suiten vermietet, hatte bei seinem vor drei Jahren errichteten Haus, in dem sich die Studios befinden, bereits auf die jetzt geforderte Nachhaltigkeit geachtet. Für Paul Armbruster vom Morbacher Landhaus am Kirschbaum wird mit der Auszeichnung die Idee des Nationalparks weitergeführt.

"Wenn der Nationalpark keine Partner hat, die diesen mit Leben erfüllen, dann brauchen wir ihn nicht, sonst ist es lediglich eine Behörde mit einem schönen Wald", sagt er. Die Partner seien dafür da, die Vorzüge des Nationalparks zu vermitteln. "Wir zeigen damit, dass wir dazugehören", sagt Ulrike Schmidt vom Alten Bahnhof in Thalfang. Es sei wichtig mitzumachen und das Projekt Nationalpark voranzubringen.

Extra:

Insgesamt sind 27 Betriebe als Partner des Nationalparks ausgezeichnet worden. Darunter befinden sich in der VG Kell das Hotel Restaurant zur Post und der Ferienpark Landal Hochwald. In der VG Thalfang haben der Alte Bahnhof und Rosenhill B&B sowie in der EG Morbach das Landhaus am Kirschbaum die entsprechenden Urkunden und Plaketten erhalten.

Eine ausführliche Liste aller ausgezeichneten Betriebe findet sich im Internet unter www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/partner.

Foto: Christoph Strouvelle

Foto: Christoph Strouvelle

05. September 2017

Von: Trierischer Volksfreund, Christoph Strouvelle

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