Elzerath

Rastplatz für römische Reisende

Kirche ElzerathLuftbild ElzerathLandwirtschaft

Am Südhang des Haardtwaldes, fernab der lauten Verkehrsströme, liegt das ruhige Elzerath. Ein herrlicher Ausgangspunkt für Wanderungen durch den großen Laubwald. Urkundlich erstmals im Jahre 1277 von den Vögten zu Hunolstein erwähnt, zählt der Ort heute rund 110 Einwohner.

Im Wappen des Ortes finden sich zwei silberne, gekreuzte Rodehacken und ein goldener Äskulapstab mit silberner Schlange auf rotem Grund. Die Hacken weisen auf den Namen, speziell auf die Endsilbe des Ortsnamens hin. Früher wurde der Ort auch Enzeroth oder Elzeroit genannt. Der Äskulapstab mit Schlange ist ein klassisches Attribut der Ortspatrone St. Cosmas und Damianus.

Schon der römische Dichter Ausonius berichtet  im Jahr 371 n. Chr. in seinem Lied „Mosella“ über seiner Reise von Trier nach Mainz und einer »von nie versiegender Quelle bewässerte[n] Tabernae« am Wegesrand. Ausgrabungen zur Folge kann es sich dabei um das Quellgebiet des Heinzerbachs , den »Heidenpütz«, handeln, der etwa 800 Meter nördlich von Elzerath an einer bedeutenden römischen Straßengabelung liegt.

Vor allem die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts haben das heutige Gesicht von Elzerath wesentlich geprägt. So errichtete man 1959 im ehemaligen Wohnhaus Braun am Ortseingang ein Gemeindehaus. Die Dorfkapelle, ursprünglich 1728 erbaut und 1826 vergrößert, wurde 1950 abgerissen. Im selben Jahr errichteten die Elzerather „In der Gass“ ein neues kleines Gotteshaus nach den Plänen von Hermann Mettler, das 1954 feierliche eingesegnet wurde. Die Kapelle ist den Heiligen Cosmas und Damianus geweiht.

Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Elzerath
Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Elzerath

Ortsvorsteher

Lünemann Winfried (SPD)
Elzerath
Bauernmühle 1
54497 Morbach
Tel.: 06533/94599