Gutenthal

Geteilt und wieder vereint

Kirche GutenthalDorfbrunnenLuftbild von Gutenthal

Südwestlich von Morbach liegt Gutenthal. Der Ort zählt heute rund 450 Einwohner und findet seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1272 in einer Urkunde zur Verpfändung »der Salmschen Leute in Gutenthal« an Vogt Nikolaus I von Hunolstein. 1282 taucht der Ort erneut, dann unter dem Namen »Godendal«, in den Urkunden auf.

Das Wappen des Ortes zeigt ein Antoniuskreuz mit zwei Glocken am Querbalken auf grünem Grund. Im Schildfuß wird in Silber ein Tal angedeutet. Das Antoniuskreuz und die Glocken verweisen auf den Schutzpatron Gutenthals, den Heiligen Antonius. Das stilisierte Tal greift den Ortsnamen auf.

Die Geschichte von Gutenthal hat seine ganz eigene und skurrile Anekdote zu erzählen. Wie die deutsche Hauptstadt Berlin, war Gutenthal früher einmal politisch geteilt. Etwa seit dem Hochmittelalter gehörten verschiedene Abschnitte des Ortes zu unterschiedlichen Ämtern. Der nördlich des Brühlbach gelegene Teil des Dorfes war den Erzählungen nach dem  Amt Baldenau, der südlich gelegene Teil dem kurtrierischen Amt Hunolstein zugeordnet. Die Zeit der Teilung endete erst mit der französischen Besetzung des Rheinlands und dem Ende der kurtrierischen Herrschaft.

Gutenthal gehört außerdem zu den wenigen Ortsbezirken der Gemeinde Morbach, der noch eine eigene Schule besitzt. Das macht Gutenthal zu einer beliebten Wohngemeinde und zu einem lebendigen Ort, den auch Kinder aus Odert, Hunolstein und Weiperath für ihren täglichen Schulunterricht besuchen.

Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Gutenthal
Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Gutenthal

Ortsvorsteher

Gemmel Lorenz (CDU)
Gutenthal
Auf Brüchelhöh 32
54497 Morbach
Tel.: 06533/947477