Café Heimat

Historie

Die Energielandschaft Morbach wurde auf einem großen, militärischen Konversionsgelände errichtet, dem ehemaligen „Munitionsdepot Morbach – Wenigerath“.

Vom Munitionsdepot zum ökologischen Modellprojekt

Das Munitionsdepot in Morbach-Wenigerath war von 1955 bis 1995 das größte Munitionslager der US-Luftwaffe in Europa (USAFE). Zu ihm gehörten 16 Außenlager in vier NATO-Staaten.

„Als Eigentümer des größten USAFE Munitionsbestandes und des einzigen Umschlagbahnhofes aller Hauptstützpunkte in Zentral-Europa“ (…) “ hat Morbach über den Bahnhof Zolleiche eine unvorstellbare Menge an Munition verladen.“ (LT. COL. DAVID R. PERZEL; 617 MS COMMANDER 1995)
Das Munitionsdepot Morbach – Wenigerath hatte nach Angaben der US Airforce einen eigenen Munitionsbestand von bis zu 35.000 Tonnen.

Nach 40 Jahren, am 01. September 1995, wurde das Gelände als Munitionslager aufgegeben, die US-Streitkräfte zogen ab. Sie hinterließen die 145 ha große, ehemals komplett bewaldete Fläche stark verändert: ca. 19 Kilometer asphaltierte Straße, 144 betonierte ehemalige Bombenlagerplätze, starke Reliefveränderungen durch bis zu 10 m hohe Splitterschutzwälle und 12 Erdbunker haben die Landschaft geprägt.

Konversionsprojekt Morbach als ökologisches Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz

Im Jahre 1996 wurde das Konversionsprojekt Morbach als ökologisches Modellprojekt des Landes Rheinland-Pfalz ausgewählt. Der Konversionsprozess wurde als gemeinschaftliche Aufgabe von Land, Region und Gemeinde angegangen. Zur Projektsteuerung wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet.

Nach eingehenden Studien über die Entwicklungsmöglichkeiten des Geländes im Kontext mit der Region sowie den Restriktionen auf der Fläche konzentrierte man sich auf die Funktionen Erholung, Tourismus und Freizeit. Die Tragfähigkeit und Umsetzbarkeit solcher Nutzungen wurden in städtebaulichen und ökonomischen Machbarkeitsstudien durch externe Büros getestet. Im Ergebnis wurden vier alternative Konzepte zur Wiedernutzung des Geländes sowie Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Konzeptbausteine untersucht und bewertet:

  • Ferienpark
  • Abenteuer- und Erlebnispark (Westernpark / Karl May)
  • thematisches Sporthotel
  • Ressort (Golf und Wohnen)

Die darauf folgende Marktanalyse zeigte im Ergebnis, dass es schwierig sein würde, für die angestrebten Nutzungen kurzfristig einen Investor zu finden. Auch direkte Gespräche mit potentiellen Investoren durch die Gemeinde verliefen letztlich im Ergebnis negativ.

Die Fakten der Marktanalyse und der Einzelverhandlungen führten dazu, die bislang verfolgten Alternativen zur Wiedernutzung des Geländes neu zu überdenken.

Alternativ zu den bislang angestrebten Freizeit- und Tourismusnutzungen entstand bei der Gemeindeverwaltung Morbach im Jahre 2001 die Idee eines Energieparks zur Nutzung regenerativer Energien, die sowohl in der Kommunalpolitik der Gemeinde Morbach, der Bevölkerung als auch bei der Lenkungsgruppe breite Unterstützung fand.
Aus dieser Idee entwickelte sich die Energielandschaft Morbach.

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