Allgemein

Die neue "Hott" bringt Bäsch groß raus

05. Juni 2018

Der Hunsrückverein präsentiert neues Magazin mit Beiträgen zu Geschichte und Gegenwart der Region.

Das Titelbild der neuen „Hott“ zeigt die junge Schneiderin Veronika Gorges aus Hundheim in ihrem ersten eigenen „Werk“ und dazu zwei Modehefte, nach deren Schnitten sie nach dem Zweiten Weltkrieg ihre zahlreichen Kundinnen herausputzte. Brunhilde Gorges schildert die Lehrzeit ihrer Schwiegermutter, die 1939 Damenschneiderin wurde – vor 80 Jahren etwas Außergewöhnliches für ein Mädchen aus einem kleinen Bauerndorf.

Im letzten Teil der Fortsetzungsgeschichte „Der Bauer“ schildert Leo Peter Schmitz das entbehrungsreiche Leben seines Großvaters Nikolaus Schmitz im Dorf Heinzerath – bis zu dessen Tod im Jahr 1943.

Der Landwirtschaft ist die neue Folge der Betriebsporträts gewidmet, allerdings in einer sehr speziellen Form. Brigitte Klein porträtiert den ökologischen Naturkräutergarten von Maiga Werner in Kleinich-Fronhofen, deren ausgefallene Produkte von hochdekorierten Restaurant-Chefs gelobt werden. Aber auch andere Kunden werden per Internet beliefert.

Gerade für die Bewohner der Mark Thalfang ist das neue Heft lesenswert. Als elftes „Dorfporträt“ stellt Werner Breit sein Heimatdorf Bäsch vor. Dort werden ehrenamtliches Engagement, Tradition und vielfältiges Brauchtum hochgehalten und tragen so zur eigenen Identität des Thalfanger Ortsteiles bei. Die Bäscher Frühzeit ist ebenfalls einzigartig, wie Elmar Ittenbach aufzeigt. Mit vielen Abbildungen werden die frühgeschichtlichen Fundstätten auf der Gemarkung vorgestellt. Auch der Nachbarort Hilscheid kommt in dieser Ausgabe zu Wort: Manfred Schäfer präsentiert sein Hobby als Metallbauer unter der Überschrift „Wer rastet, der rostet“. Wie historische Bausubstanz zu neuem Leben erweckt wird, zeigt Anette Eiden-Schuh, diesmal anhand eines Fachwerkhauses in Hattgenstein.

Irmgard Rothe, die Witwe des Bildhauers Klaus Rothe, starb im Dezember 2017 mit fast 106 Jahren. Aus diesem Anlass war Elmar Ittenbach in Morbach unterwegs, um künstlerische Spuren Rothes zu finden. Der Literaturtipp desselben Autors stellt das neue Buch von Hans-Peter Lorang aus Neuhütten vor, den historischen Roman „Hexenbad am Hammerwehr“. Er spielt nicht nur am Züscher Hammer, sondern auch auf der Burg Dhronecken.

Neben diesen kulturellen Artikeln kommen auch Natur und Landschaft des Hunsrücks in den Artikeln von Götz Wagner und Pater Bernardo nicht zu kurz – zum Beispiel beim Bericht von einem außergewöhnlichen Vogelkonzert beim Wandern auf einer Traumschleife bei Niederwörresbach.

Das Heft, das vom Hunsrückverein Morbach in Verbindung mit der Gemeinde Morbach herausgegeben wird, ist in Morbach und Thalfang bei den Tourist-Informationen erhältlich.

Quelle: 30. Mai 2018, Trierischer Volksfreund, Hans-Peter Linz/Redaktion
Foto: Elmar Ittenbach

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