Persönlichkeiten

Jakob Maria Mierscheid

wurde am 1. März 1933 in Morbach geboren, ist ein fiktiver deutscher Politiker (SPD) und seit 1979 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Die fiktive Figur Mierscheid

Auszug aus Wikipedia
Die Figur Mierscheid ist der Archetyp des Hinterbänklers. Dem Bundestag soll er seit dem 11. Dezember 1979 angehören. Eines der ersten Bilder, das Mierscheid zeigen soll, ist identisch mit dem Karl Ranseiers – modernisiert mit einer aufgemalten Brille. Weitere Bilder wurden mit der Zeit veröffentlicht. Eine erste parlamentarische Erwähnung findet er im Stenographischen Bericht der 215. Sitzung der 8. Wahlperiode des Deutschen Bundestages. Bilder Mierscheids lassen sich auf der Internetseite des Bundestages finden.

So bot der Webserver des Bundestages eine Selbstbeschreibung Mierscheids zum Herunterladen an, in der es hieß: „Ich bin weder eine Erfindung, noch ein Patent, ich bin die Lösung. […] Wie der Verfassungsjurist Friedrich Nagelmann und der Berufsdiplomat Edmund F. Dräcker, meine Kollegen bei der Judikative und bei der Exekutive, mit denen ich gern zusammenarbeite, gehöre ich zu den Säulen unseres Staatswesens.“

Auch Nagelmann und Dräcker sind fiktive Personen. Kollege des Herrn Mierscheid ist ferner Karl Laupach (Bremische Bürgerschaft).

Mierscheids Vita wurde erstmals offiziell im Who is Who in Germany 1986 dokumentiert. Darin wird seine Geburt auf den 1. März 1933 in Morbach/Hunsrück datiert. Mierscheid ist angeblich römisch-katholisch, verheiratet seit 1957 mit Helene Inding und Vater von 4 Kindern; er ist Mitglied der SPD, der Gewerkschaft Landwirtschaft und Forsten und des Kleintierzüchtervereins Morbach. 1981 und 1982 war er stellvertretender Vorsitzender des Mittelstandsausschusses des Deutschen Bundestages.

Die Schwerpunkte seiner angeblichen politischen Arbeit sind neben allgemeinen Sozialfragen und Problemen der Berufsausbildung vor allem die Aufzucht und Pflege der geringelten Haubentaube in Mitteleuropa und anderswo sowie Untersuchungen des Nord-Süd-Gefälles in Deutschland. Eine seiner jüngsten Aktivitäten ist seine Schrift Über die Ruderboote, in der er sich kritisch mit den Eigenschaften der Ruder-Achter im Berliner Jakob-Kaiser-Haus auseinandersetzt. Eine der Veröffentlichungen Mierscheids ist ein Beitrag zum 3. Höchster Steinlaus-Symposium, XII (3), Frankfurt am Main, aus dem Jahre 1993.

Mierscheid zeichnet sich zudem dadurch aus, dass er zu den wenigen politischen Mandatsträgern gehört, die noch die Sütterlinschrift beherrschen und – erkennbar an seiner Unterschrift – auch anwenden.

Der fiktive Abgeordnete erhielt vom damaligen SPD-Fraktionschef Franz Müntefering eine Abmahnung, nachdem er Ulla Schmidt als Unwort des Jahres vorgeschlagen hatte.

Über Mierscheids Privatleben besteht nicht viel Klarheit, in einem Zeitungstext jedoch wird er, inzwischen verwitwet, wieder als vierfacher Vater ausgegeben. Sein umfangreiches politisches Wirken hingegen wurde 1986 von dem Bonner Journalisten Peter Raabe in einem Sammelwerk ausführlich dokumentiert, das unter dem Titel Akte Mierscheid in der Bonner Parlamentarischen Gesellschaft der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Am 11. Dezember 2004 konnte Mierscheid sein 25-jähriges Jubiläum als Abgeordneter feiern.

Laut Informationen der Tagesschau trat Mierscheid im Juli 2005 überraschend aus der SPD aus. Er strebe eine zweite Karriere in dem geplanten Linksbündnis aus Linkspartei.PDS und WASG an. Kurz nach ihrer Veröffentlichung ließ Mierscheid diese Meldung allerdings durch die SPD-Fraktion wieder dementieren. Persönlich nahm er in einem Interview bei Spiegel Online Stellung. Am 1. April 2010 wurde Mierscheid ebenso von der Piratenpartei fälschlicherweise für sich in Anspruch genommen.

In der 16. Wahlperiode des Bundestages war Mierscheid zunächst nicht in den Reihen der Abgeordneten zu finden. Mittlerweile steht der Nachrücker aber wieder in der Liste der MdB. Mierscheid erläuterte dies in einem offenen Brief. Offensichtlich hat sich der stets sorgfältige und bedächtige Mierscheid vorbehalten, erst jenseits des Feststehens des amtlichen Endergebnisses auf der Bundestagsseite aufgeführt zu werden. Das ist seiner Integrität und Glaubwürdigkeit nur zuträglich. Kurioserweise tauchte anstelle Mierscheids ein echter Abgeordneter namens Miersch auf. Daraufhin wurde die Frage gestellt, ob Mierscheid seinen Eid abgelegt hätte. Im 17. Bundestag war Mierscheid ebenfalls vertreten. Er wandte sich bereits an die neuen Fraktionskollegen und zitierte dabei unter anderem aus dem Gedicht Ulysses von Lord Tennyson.

Seit Juli 2007 sind die Nebeneinkünfte aller Politiker des Bundestages öffentlich einsehbar. Herr Mierscheid wird in dieser Liste nicht aufgeführt. Sein Kommentar dazu: Ich bin halt kein Angeber. Dennoch ist er inzwischen als Blogger sowie bei Twitter und Facebook aktiv.

Am Vorabend seines 80. Geburtstags am Donnerstag, dem 28. Februar 2013, hat der Südwestrundfunk im Politikmagazin zur Sache Rheinland-Pfalz! Reporter Ansgar Zender auf die Suche nach Mierscheid geschickt, um ihm zu gratulieren und einen Blumenstrauß zu überreichen.

Am 1. März 2013 hat Bundestagspräsident Norbert Lammert unter großem Beifall und Gelächter zu Beginn der Plenarsitzung im Namen des ganzen Hauses zum 80. Geburtstag von Mierscheid gratuliert. Er betonte, dass es sich bei Mierscheid um einen geschätzten und gelegentlich verzweifelt gesuchten Kollegen handle, der sich für die aktuelle Sitzung aus zwingenden Gründen entschuldigt habe.

Peter Struck sagt: „So einer wie Mierscheid wird gebraucht … Im politischen Alltag sind wir pragmatisch orientiert, es geht um Problembehandlung. Dass jemand da ist, der das hinterfragt, ist nötig.“

Friedhelm Wollner meinte: „Viele von uns haben sich auch ein bisschen hinter ihm versteckt. Oft wenn was Politisches gesagt wurde, hat man es besser gewusst, aber man wollte dann den Frieden nicht stören oder wollte nicht gegen die öffentliche Meinung angehen.“

Am 9. Dezember 2015 veröffentlichte die SPD-Bundestagsfraktion das angeblich von Mierscheid stammende Gedicht Von Toren, das durch einen satirischen Vergleich mit dem deutschen Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dessen Asylpolitik kritisiert.

Mit Datum vom 22. Februar 2017 ist auf der Bundestagsseite Mierscheids eine aktuelle Mitteilung unter dem Titel Es sieht gut aus veröffentlicht worden, die anhand des Mierscheid-Gesetzes der SPD ein gutes Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017 prognostiziert. Es wird in der Mitteilung mit einer Scheinkausalität argumentiert, die man dergestalt nur bei fiktiven Personen unkommentiert lassen kann.

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