Tourismus

Zwei Stunden statt 20 Minuten

11. April 2018

Der Archäologiepark Belginum hat wieder geöffnet und erwartet Besucher schon bald zur nächsten Sonderausstellung. Es geht um Angriff und Verteidigung.

Seit sich eine Woche vor Ostern wieder die Türen geöffnet haben, haben schon viele Besucher im Archäologiepark Belginum vorbeigeschaut. denn besonders in Ferienzeiten ist das Museum eine beliebte Anlaufstelle. Ganze Familien gehen dann dort auf Entdeckungstour. Dass die Spaß haben, dafür ist Diana Sauer zuständig. Sie betreut den Bereich Museumspädagogik und tüftelt spannende Rallyes aus, die sie ständig überarbeitet. „Die Rallyes, je eine für Dauer- und Sonderausstellung, kommen richtig gut an“, betont Museumsleiterin Rosemarie Cordie. Und das bei Kindern wie Erwachsenen, die die Fragen oft gemeinsam beantworteten. Und das mache allen sichtlich Spaß. Manchmal wollten Kinder, die sonst vielleicht 20 Minuten bleiben würden, gar nicht mehr weg, berichtet Sauer von Besuchen, die dann auch schon mal zwei Stunden dauern können. Sehr gut an komme auch die „Nacht im Museum“ mit Taschenlampen und Wolldecken, und die immer schnell ausgebuchte einwöchige Ferienfreizeit.

Laut den beiden Archäologinnen entwickeln sich die Besucherzahlen insgesamt erfreulich. Nach Beendigung der Straßenbauarbeiten an der Bundesstraße schauten sich bereits im vorigen Jahr knapp 7900 Menschen im Belginum um. Damit sei das Jahr das erfolgreichste seit 2009 und nach massiven Einbrüchen in 2015 und 2016, betont Sauer. Das Museum war wegen der umfangreichen Arbeiten zeitweise nur bedingt oder gar nicht mehr erreichbar. Andererseits machen sich inzwischen auch positive Effekte bemerkbar. Denn seit dem Bau des Kreisels versicherten Besucher immer wieder, das Haus sei jetzt viel besser zu sehen“.

Profitieren davon dürften auch die Besucher der neuen Sonderausstellung. Sie wird am Sonntag, 27. Mai, eröffnet und bis 4. November im Museum im Morbacher Ortsbezirk Wederath zu sehen sein. Das Thema „Angriff und Verteidigung – Waffen keltischer und römischer Zeit im Treverergebiet“ knüpft an das des Vorjahres „Pracht und Herrlichkeit – Bewaffnung und Bekleidung keltischer Männer im Hunsrück“ an.

Ab Mai geht es nicht mehr um Kleidung, sondern nur noch um Schwerter und Geschütze. Und erneut werden Originale zu sehen sein. Außerdem Rekonstruktionen von Fundstücken, deren aufwendige Verzierungen so wieder sichtbar werden. Die jährlichen Sonderausstellungen des Museums sind fester Bestandteil des Angebotes. Ebenso wie die jeweils neuen Publikationen dazu. Daneben gibt es ein Programm mit offenen Sonntagsführungen, einem „Neuzeitlichen Symposium“ sowie mit Angeboten für Kinder wie Erwachsene. Und all das stemmt das Museum-Team mit im Wesentlichen drei fest angestellten Teilzeitmitarbeitern.

Quelle: 09. April 2018, Trierischer Volksfreund, Ursula Schmieder
Foto: Christoph Adel

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