LKW-Crash: Wie aus einer Übung plötzlich Ernst wird
Auf dem Gelände der Elka Holzwerke in Morbach wird ein Auto massiv zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt: eine Übung der Feuerwehr, die jedoch anders verläuft als geplant…
18.57 Uhr. Drei Minuten, bevor die große Unfall-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Morbach starten soll, ertönt eine Sirene auf dem Firmengelände der Elka Holzwerke. Hat das mit der Übung zu tun? Schnell verflüchtigt sich dieser Gedanke, als Zugführer Karsten Franzen in die Einfahrt fährt – eigentlich zum Start der Übung –, aber schnell realisiert: Das ist echt.
Zusammen mit Seniorchef Karl-Robert Kuntz läuft er in das Gebäude, um herauszufinden, wo ein Brandmelder ausgelöst hat. Und davon gibt es in dem Holzwerk, das schon so viele Brände erlebt hat, viele.
Kuntz springt sofort ins Auto und fährt los, Franzen hinterher, gefolgt von zahlreichen weiteren Feuerwehrfahrzeugen mit Einsatzkräften, die ja ebenfalls bereits auf dem Weg zu Elka waren. In der Spanplattenproduktion begeben sie sich auf die Suche, werden schließlich in dessen Traforaum fündig.
Glücklicherweise stellt es sich als Fehlalarm heraus. Für die Übung bedeutet der Zwischenfall just zu diesem Zeitpunkt, dass sie später beginnen muss – und zwar genau dann, als ein Gewitter über dem Hunsrück aufzieht.
Quelle: 05. August 2026, Trierischer Volksfreund, Ursula Bartz
Foto: Ursula Bartz